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Flüchtlingslager in Deutschland 1945 - 2018


Es gibt eine breite Allianz von Internationalen Sozialverbänden gegen den vom Seehofer, Horst vorgelegten Aktionsplan für Ankerzentren:
Ich komme nicht umhin, meinen Schock in Worte zu fassen:
Meine Mutter war als Kind von 1945 bis 1949 in einem Lager für Displaced Persons im heutigen Polen. Sie war eine von 30 Millionen Flüchtlinge in Europa. Sie wurde von den Polen sehr gut und vorbildlich behandelt. Ihre polnischen Schulzeugnissse in Din A5 kannten in allen Fächern nur die Note sehr gut. Bei einem Lagerapell hat sie von ganz hinten eine Kritik in fliessend polnisch gerufen. Der überkorrekte Lagerkommandant atmete tief durch und biss die Zähne zusammen und sagte: "Wir tuen was wir können, wenn ihr euch ungerecht behandelt, dann solltet ihr euch die Lager der Deutschen angucken." ... 26km die Straße runter war eine Deutsche Chemie Fabrik und über dem Eingangstor zum Werksgelände standen die berühmten Worte: "Arbeit macht frei".
Literatur zu DP-Camps in dieser Region:
Primo Levi: "La tregua" Autobiographie über die Zeit vom 27. Januar 1945 bis zu seiner Rückkehr nach Turin im Oktober 1945 - enthält ausführliche Schilderungen über die Erlebnisse im Zusammenhang mit den Lagern der Displaced Persons. Ob er auch in dem Lager bei meiner Mutter bei Kattowitz war, recherchiere ich derzeit.
Sein Zitat: "Es ist einmal geschehen. folglich kann es immer wieder geschehen" ist nicht ganz unbekannt.
Wikipedia:
All displaced persons had experienced trauma, and many had serious health conditions as a result of what they had endured.
The immediate concern was to provide shelter, nutrition and basic health care. Most DPs had subsisted on diets of far less than 1,500 calories a day. Sanitary conditions had been improvised at best, and there had been minimal medical care. As a result, they suffered from malnutrition, a variety of diseases, and were often unclean, lice-ridden, and prone to illness.
In addition, most of the refugees suffered from psychological difficulties. They were often distrustful and apprehensive around authorities, and many were depressed and traumatized.
Displaced persons were anxious to be reunited with families they had been separated from in the course of the war. Improvised efforts to identify survivors became formalized through the UNRRA's Central Tracking Bureau and facilities of the International Red Cross. The organization collected over one million names in the course of the DP era and eventually became the International Tracing Service.
Displaced persons often moved from camp to camp, looking for family, countrymen, or better food and accommodation. Over time, ethnic and religious groups concentrated in certain camps.

Nachtrag, einen Tag später:

Aus Deutschland abgeschobener Afghane erhängt sich

Ein Mann aus der nordafghanischen Provinz Balkh hat sich in Kabul erhängt. Der 23-Jährige hatte acht Jahre lang in Deutschland gelebt. Er war vor einer Woche zusammen mit 68 weiteren abgelehnten Asylbewerbern abgeschoben worden. Bundesinnenminister Horst Seehoferhatte sich am Dienstag zufrieden über die hohe Zahl der Abgeschobenen - ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag - geäußert.
Der junge Afghane wurde nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Spinsar-Hotel gefunden. Dort gewährt die IOM rückkehrenden Flüchtlingen, die nicht wissen wohin, für einige Tage Unterkunft.

https://www.n-tv.de/der_tag/Aus-Deutschland-abgeschobener-Afghane-erhaengt-sich-article20524760.html

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